Wanderung: Weg-Wirrungen durch neue Jägerpfad-Sperrung


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Die neue, erweiterte Sperrung des Jägerpfades hat mich ziemlich geärgert.

Nicht mal unbedingt, weil der Pfad überhaupt gesperrt ist, sondern wegen der Informationspolitik der "Hochschwarzwald Tourismus GmbH".

Es werden zwar Schilder aufgehängt, aber die enthalten nicht die Informationen, die man braucht, um die neue Umleitung zu finden.

Hier beschreibe ich jetzt das Auftreten der Schilder und was ich mir jeweils dabei gedacht habe.

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Vorgeschichte

Schon bei meiner letzten Wanderung fiel mir am Schluss bei Himmelreich dieses Schild auf.

Es besagt, dass der Jägerpfad gesperrt ist und dass er über Horneckdobel, Hirschweiher und Posthaldenhof umgeleitet wird.

Darüber wollte ich doch gleich genaueres wissen und ging in den Bahnhof hinein, um zu fragen.

Der freundliche Mann, der dort arbeitet, wusste auch nichts genaues, hatte nur davon gehört, dass der Weg wohl auf die andere Seite umgeleitet werden würde.

Ich schaute auf meine Wanderkarte und fand weder Horneckdobel noch Hirschweiher. Der Posthaldenhof liegt in der Mitte des Höllentals und man kommt dort sowieso vorbei.

Auch auf den Wegweisern war kein Horneckdobel noch Hirschweiher zu finden.

Also recherchierte ich im Internet zu der Jägerpfad-Sperrung als ich wieder zu Hause war.

Da wurde ausgiebig über die Sperrung geschimpft, die wegen Steinschlaggefahr schon seit 2002 besteht und eine Umleitung mit 400 Höhenmetern Aufstieg erfordert.

Diese Umleitung ist sogar schon in meiner Wanderkarte eingetragen, denn die Karte ist ziemlich neu.

Also dachte ich mir, dass das Sperrungs-Hinweisschild sich auf die altbekannte Sperrung bezieht.

Ich wunderte mich nur darüber, dass das Schild neu wirkt, die Wegpunkte nicht zu finden sind und der Aufstieg auf einmal nur noch 150 Höhenmeter betragen soll.

Bei der Wanderung

Als ich dann einige Tage später wieder nach Himmelreich komme, um meine Wanderung über den Jägerpfad anzutreten, rätsel ich wieder über dieses Schild.

Ist es die alt-bekannte Sperrung und Umleitung oder noch eine extra Sache?

Schliesslich denke ich mir jedoch, dass beim Beginn der Umleitung bestimmt ein Wegweiser-Schild stehen wird.

Also mache ich mich auf den Weg zum Jägerpfad durch die Unterführung.

Nachdem ich etwa 2,5 km gewandert bin, stosse ich auf folgendes Schild, das besagt:

"Liebe Wanderfreunde!

Der Jägerpfad ist wegen Holzfällarbeiten bis auf Weiteres komplett gesperrt!
Die Arbeiten finden auch samstags statt.

Es besteht keine Umleitung!

Vielen Dank für Ihr Verständnis
Ihre Hochschwarzwald Tourismus GmbH"

Tja, was soll denn das, frage ich mich, "keine Umleitung"?

Gründlich studiere ich die regulären Wegweiser.

Hier beginnt offenbar die übliche Umleitung über die Berge.

Unten geht es nur noch bis zum Hirschsprungfelsen und ab da ist gesperrt.

Ob mit dem gelben Schild gemeint ist, dass man jetzt auch nicht mal mehr bis zum Hirschsrpung wandern kann?

Ein paar Meter weiter sehe ich noch mehr Schilder, die von Sperrung des Jägerpfades schreiben, diesmal alt aussehende Schilder.

Nun gut, ich habe mich ja schon auf die Umleitung eingestellt und will sowieso nicht dort unten weiter gehen.

Aber was meinen die bloss mit "keine Umleitung"?

Von nun an geht es kräftig bergauf.

Etwa 200 Meter weiter kommt wieder so ein gelbes Schild, mit der gleichen Beschriftung wie vorhin.

Meinen die wohl etwa im Ernst, dass die Umleitung gesperrt ist? Und dass es keine Umleitung der Umleitung gibt?

Was war dann aber am Bahnhof gemeint mit der anderen Wegführung?

Rätsel über Rätsel.

Ich bin versucht, einfach weiter zu gehen, zumal ich keine Kettensägen-Geräusche höre.

Aber ich habe weder Lust, dass mir ein Baum auf den Kopf fällt, noch, dass ich jetzt noch ein paar Kilometer weiter gehe und dann plötzlich umkehren muss.

Also entscheide ich mich für die letzte verbleibende Option, nämlich auf dem Autoweg zur Höfener Hütte aufzusteigen, was auch einen kräftigen Umweg im Vergleich zum Wanderweg bedeutet.

Ich ärgere mich ziemlich darüber, dass die Verantwortlichen nicht an passender Stelle geschrieben haben, wo es lang geht.

Des Rätsels Lösung

Zu Hause lässt mir das Ganze keine Ruhe und ich durchwühle meine anderen Wanderkarten, ob ich Horneckdobel und Hirschweiher finde, denn bei diesen beiden liegt wohl die Auflösung zur aktuellen Umleitung.

Tatsächlich, auf einer Karte ("Auf Schusters Rappen: Hinterzarten, Breitnau") entdecke ich beides.

Der aktuelle Umleitungsweg führt tatsächlich auf der anderen Seite des Höllentales entlang. Es gibt vom normalen Jägerpfad aus keine Wegweisung dort hin.

Die aktuelle Strecke verläuft direkt beim Bahnhof Himmelreich zunächst den Wegweisern in Richtung "Posthalde" folgend, also gleich nach links und nicht durch die Unterführung.

Dann führt der Weg etwa auf halber Höhe des Hangs entlang, bis man bei der Posthalde landet.

Das alles ist natürlich nicht so wildromatisch wie der Jägerpfad, aber man muss immerhin nicht voll auf die Berge aufsteigen, um bis nach Hinterzarten zu kommen.

Ich bin fast versucht, diese Umleitungsstrecke ganz bald zu erkunden. Aber ich glaube, zuerst wandere ich fertig bis zum Schluchsee, bevor ich mich den Varianten widme.

Ein letzter Grummel

Hätten die Verantwortlichen auf ihr Hinweisschild am Bahnhof einen schlichten Pfeil nach links eingetragen, wäre vermutlich alles klar gewesen, aber diesen kleinen, wichtigen Hinweis haben sie uns Wanderern nicht gegönnt.

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