Radtour: Am Rhein von Breisach nach Darmstadt und am Main entlang

Tag 1: Von Breisach nach Plittersdorf - 140 km

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In Strasbourg Schon seit längerer Zeit habe ich davon geträumt, mit dem Fahrrad von meiner Heimat Breisach aus nach Darmstadt zu fahren, wo ich aufgewachsen bin.

Da der Rhein-Radweg fast an meiner Haustür vorbeifährt, bietet sich solch eine Fahrt natürlich an.

Ausserdem reizte mich die Idee, eine "nützliche" Strecke aus eigener Kraft zu bewältigen anstelle Bahn oder Auto zu nehmen.

In Darmstadt angekommen, will ich meinen Vater abholen, um mit ihm zusammen ein Teilstück des Main-Radweges zu befahren.

Danach geht es dann wieder mit dem Rad zurück nach Breisach.

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Morgens um 6 bin ich gut aus dem Bett gekommen und kurz nach 7 ging die Reise los.
Welch Glück für mich: es bläst ein kräftiger Rückenwind.

Der weht mich denn auch recht zügig gen Norden.

Ich habe mich für die Strecke auf französischer Seite entschieden, weil man hier auf Asphalt fahren kann. Auf der rechtsrheinischen, deutschen Seite fährt man zwar romantisch direkt am Rhein entlang, hat aber die ganze Zeit eine feinkiesige Sandstrecke.

Schon nach ziemlich kurzer Zeit erreiche ich Marckolsheim, eine erste Zwischenetappe.
Der Weg durch die elsässischen Dörfer hinter Marckolsheim ist jedoch für etwa 35 km eine langgezogene Mühe.

Man muss auf ruhigen Autostrassen von Dorf zu Dorf fahren.

Es fahren zwar nicht viele Autos, aber die wenigen versuchen, besonders schnell zu sein.

Die Dörfer unterwegs sind teilweise ganz idyllisch. Es gibt viele Fachwerkhäuser.

Elsässische Dörfer haben oft einen rauen Charme.

Trotzdem ist mir dieser Teil der Strecke jedes Mal ein Graus, wenn ich hier entlang fahre. Das "jedes Mal" bezieht sich darauf, dass ich schon einmal nach Strasbourg und zurück geradelt bin.

Als der erste Radweg nach langer Autostrassen-Strecke auftaucht, bin ich sehr froh.
Bald komme ich auch an meine Lieblingsstrecke auf dem Weg nach Strasbourg - den Rhein-Rhone-Kanal.

An diesem Kanal fährt man etwa 30 km weit auf einem Radweg, immer kerzengerade.

Zuerst geht es ein Stück am rechten Ufer entlang. Der Strassenbelag ist hier etwas holprig, aber diese Teilstrecke ist nur kurz.

Dann beginnt der Radweg auf dem linken Ufer des Rhein-Rhone-Kanals.
Am Anfang dieser Strecke gibt es einen Picknick-Platz mit Tischen und Bänken.

Hier mache ich jedes Mal Halt, wenn ich auf dieser Strecke unterwegs bin.

Auch diesmal lege ich eine Frühstückspause ein.

Dann geht es auf die lange Kanalstrecke.

Zum grossen Teil ist der Asphalt schön glatt und man kommt gut voran.

Nur an einigen Stellen stehen Bäume dicht an der Strecke und ihre Wurzeln machen den Weg zu einer Hoppelstrecke.

Schleusen und Boote bringen Abwechslung bei der Fahrt.

Gegen 12 Uhr erreiche ich Strasbourg.

Das Stadt-Zentrum auf der Radstrecke wirkt nahezu ländlich, fast wie in der freien Natur.

Der Weg durch Strasbourg wird sehr angenehm geführt, es geht die ganze Zeit am Flussufer entlang. Dadurch wird der Weg durch die Grossstadt mehr als erträglich.

Mitten in Strasbourg kommt man an einem neuen, etwas bizarren Gebäudekomplex vorbei.

Es handelt sich um eine Art Kulturgebäude.

Am Ortsausgang liegen mehrere Hausboote.

Bei meinem letzten Besuch gab es noch mehr dieser Boote im Stadtgebiet. Aber anscheinend wurden einige davon weggeschickt, zumindest habe ich so etwas läuten hören, und die fehlenden Boote bestätigen diese Vermutung.

Hinter Strasbourg komme ich in den Bois de Robertsau (Wald von Roberstau).

Hier führt ein bequemer Asphaltweg auf einem Damm entlang.

Es ist eine sehr angenehme Strecke.

Mitten im Wald von Robertsau komme ich an eine Picknick-Hütte.

Hier mache ich Halt für ein Mittagessen.

Im Örtchen Offendorf gibt es ein Binnenschiffer-Museum in einem alten Lastschiff, einer sogenannten Péniche.

Leider fehlt mir die Zeit, um das Museum anzusehen, es würde mich durchaus interessieren.

Hinter Offendorf fahre ich noch ein Stückchen unten an einem Damm entlang.

Dann komme ich das erste Mal an diesem Tag an den Rhein.

Zwischen Drusenheim und Greffern fährt eine Fähre, die ich nehme, um auf das deutsche Ufer zu wechseln.

Auf deutscher Seite geht es ein Stück auf einer Autostrasse entlang des Dammes.

Nach Iffezheim geht es auf einer Dammkrone etwas abseits des Rheines entlang. Leider ist es eine Sandstrecke, aber wenigstens ziemlich gut befahrbar.

Schliesslich erreiche ich Plittersdorf, mein heutiges Tagesziel.

Hier fuhr auch mal eine Fähre, hinüber nach Seltz. Doch die ist zur Zeit leider ausser Betrieb.

Nächstes Jahr (2010) soll sie jedoch wieder ihre Fahrten aufnehmen.

Am Rheinufer steht ein kleines Grenzwärter-Häuschen.

Hier standen wohl früher die Zöllner, als es noch Grenzkontrollen gab.

Der Rhein fliesst hier enorm schnell, ich kann nur staunen.

Schliesslich kenne ich den Rhein ja auch von Zuhause. Dort fliesst er deutlich langsamer, auch dort, wo Rheinseiten-Kanal und Fluss zusammen fliessen.

Direkt am Rhein steht ein Hotel, wo ich ein Zimmer bekomme. Hier kann ich lecker essen und habe ich ein gemütliches Zimmer.

Gleich bei meiner Ankunft treffe ich auf eine Frau, die auch allein mit dem Rad unterwegs ist. Sie kommt aus dem Norden (Ruhrgebiet) und will bis nach Kreta radeln. Wir essen zusammen zu Abend und unterhalten uns wunderbar.

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